Wie lässt sich das Problem der unzureichenden Härte von Aluminiumwerkstoffen, die durch Aluminiumstrangpressen hergestellt werden, beheben?

Für Hersteller von Aluminiumprofilen ist die Gewährleistung einer gleichbleibenden Produkthärte ein stets kritischer und oft anspruchsvoller Produktionsaspekt. Die Härte von Aluminiumprofilen ist ein entscheidender Indikator für deren mechanische Festigkeit, Haltbarkeit und Eignung für den Einsatz im Bauwesen, der Automobilindustrie und der Luft- und Raumfahrt. Unzureichende Härte kann zu Produktfehlern, hohen Rücksendekosten und Reputationsschäden führen. Die Ursachen sind oft miteinander verknüpft und liegen in den Parametern der Aluminium-Strangpresspresse, dem Zustand der Matrize und den Eigenschaften der Aluminiumlegierung selbst.
Schlüsselfaktoren und praktikable Lösungen: Nachfolgend eine detaillierte Analyse der Hauptfaktoren, die zu einer geringen Härte von Profilen führen, die durch Aluminium-Strangpressen hergestellt werden, sowie evidenzbasierte Lösungsansätze.
1. Optimierung von Extrusionstemperatur und -geschwindigkeit: Die Temperatur während des Extrusionsprozesses ist ein entscheidender Faktor. Eine präzise, legierungsspezifische Temperaturregelung ist unerlässlich. Studien zeigen, dass für die Legierung 6061 ein optimierter Aluminium-Extrusionsprozess bei etwa 500 °C überlegene mechanische Eigenschaften liefert.
2. Bedeutung von Werkzeugzustand und -wartung: Das Werkzeug ist die Kernkomponente der Aluminium-Strangpressanlage. Halten Sie sich strikt an die Werkzeugwartung und die standardisierten Betriebsabläufe. Stellen Sie sicher, dass das Werkzeug die Härtenorm von 47–52 HRC erfüllt und über eine hochwertige Nitrierschicht verfügt. Um die Lebensdauer zu verlängern und die Leistung zu verbessern, sollten Sie den Einsatz fortschrittlicher Werkstoffe wie gehärteter Legierungen in Betracht ziehen.
3. Einsatz fortschrittlicher Schmier- und Oberflächenbearbeitungstechnologien: Verwenden Sie Spezialschmierstoffe mit feinen Keramikpartikeln (wie Siliziumdioxid und Aluminiumoxid). Studien haben gezeigt, dass sich diese Partikel während des Extrusionsprozesses in die Oberfläche des Rohlings einbetten, was zu einem härteren und glatteren Endprodukt führt.
4. Wärmebehandlung nach dem Strangpressen: Unmittelbar nach dem Entnehmen des Profils aus der Aluminium-Strangpresspresse werden die Abschreck- und Glühprozesse integriert und streng kontrolliert. Die Abschrecktemperatur muss geeignet sein; bei der Legierung 6061 verschlechtern sich die Eigenschaften deutlich, wenn die Temperatur unter 480 °C liegt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Behebung von Härteproblemen in Aluminium-Strangpressen mehr als eine Einzellösung erfordert; ein umfassendes Verständnis des gesamten Prozesses ist unerlässlich. Dies bedingt eine sorgfältige Werkzeughandhabung, die präzise Steuerung thermischer und mechanischer Parameter sowie den Einsatz innovativer Oberflächenbehandlungstechnologien. Indem Hersteller die Strangpresse als Teil eines vernetzten Systems – vom Rohling bis zum ausgehärteten Profil – betrachten, können sie Herausforderungen der Qualitätskontrolle in Chancen für Prozessvorteile und Produktqualität verwandeln.




